Praxis für LogopädieLogopädie am Tierpark
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Ursachen

Als Ursache kommen häufig Schwierigkeiten in der Hörverarbeitung, seltener auch in der Sehverarbeitung in Frage.

So kann es den Kindern Probleme machen zu erkennen, welche Laute in einem Wort tatsächlich enthalten sind oder herauszuhören, ob es sich z.B. im Wort "Graben" um ein stimmhaftes "g" oder ein stimmloses "k" handelt. Manche Kinder verwechseln hartnäckig die Buchstaben "b" und "d".

Viele betroffene Kinder zeigen ein stark eingeschränktes Hörgedächtnis und können sich gehörte Informationen nur sehr schlecht merken. Dies kann das Lesenlernen sehr erschweren und auch beim Diktat enorme Schwierigkeiten hervorrufen.

Ältere Kinder zeigen vielfach eine enorm hohe Fehlerzahl im Bereich der Rechtschreibregeln und häufig sehr inkonstante Leistungen im Bereich des Schreibens.

Eine Reihe von Kindern mit einer Lese- und Rechtschreibschwäche haben bereits im Vorschulalter sprachliche Probleme gehabt, nicht wenige waren bereits in logopädischer Behandlung. Ihre Probleme kehren dann beim Lesen- und Schreibenlernen auf einer anderen Ebene wieder.

Lese- und Rechtschreibstörungen können auch vererbt sein und bei mehreren Familienmitgliedern auftreten.

Behandlung

Eine umfangreiche Diagnose dient dazu, den Entwicklungsstand des Kindes im Bereich des Lesens und Schreibens genau festzustellen und Ursachen des Problems herauszufinden.

Die Erstdiagnostik erfolgt meistens durch einen Facharzt, durch den schulpsychologischen Dienst oder ein Sozialpädiatrisches Zentrum.

In meiner Praxis erfolgt dann eine genaue zusätzliche Befunderhebung, damit ich einen individuellen Behandlungsplan erstellen kann.

In der Behandlung verwende ich je nach Patient anerkannte Therapiemethoden und -materialien wie zum Beispiel den Kieler Leseaufbau, das ABC der Tiere, die lautgetreue Rechtschreibförderung (z.B. nach Reuter-Liehr) oder das Marburger Trainings-programm.

Die Eltern werden über Inhalte und Ziele der Behandlung ausführlich informiert und im Hinblick auf häusliche Förderung beraten und angeleitet. Gerne können sie bei der Behandlung hospitieren.

Die Behandlungsdauer hängt vom Schweregrad der Störung ab. Jedoch handelt es sich bei einer Lese- und Rechtschreibschwäche oft um eine längerfristige Störung, die ein konsequentes und über einen längeren Zeitraum anhaltendes Training erforderlich macht.

Praxis für Logopädie  | dressler@logopaedie-ac.de